Tiere als Medium in der Sozialarbeit und der Pädagogik
Für Haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte aus sozial- und
pädagogischen Arbeitsfeldern und dem Gesundheitsbereich
Tiere werden international sehr erfolgreich in heilpädagogischen und
sozialen Maßnahmen sowie zur Förderung der Klienten in der Altenpflege
und in der Therapie von beeinträchtigten Menschen eingesetzt. Sie
gelten u.a. als „Katalysatoren“, um den Zugang zu Menschen zu
erleichtern und werden deshalb manchmal als Co-Therapeuten bezeichnet.
Die Wirkungen von Tieren auf Menschen werden unter anderem als sozial
integrativ beschrieben. Hier eignet sich der Einsatz von Tieren, um den
Kreislauf von Zurücksetzung und Selbstwertminderung zu durchbrechen.
Spannend sind auch die verhaltenswissenschaftlichen Erklärungsmodelle,
die die entspannende Wirkung von Tieren begründen und neue Blickwinkel
eröffnen.
Die Nutzung von Tieren in der Arbeit mit Menschen kann
u.U. mit einem eigenen Tier (Hund, Katze, Pferd) aber auch durch
Kooperation mit Einrichtungen, die über ausgebildete Tiere verfügen,
erfolgen. Kenntnisse zum Verhalten von Tieren helfen, die Vorteile und
Grenzen dieser Methodik einzuordnen.
In dieser Weiterbildung wollen
wir uns mit dem Einsatz von Tieren in der sozialen und pädagogischen
Arbeit aus ethologischer Sicht vertraut machen. Wissenschaftliche
Forschungsergebnisse zu dem Wirkungsgefüge werden erläutert, damit die
Einordnung von Tieren als Medium in unserer Arbeit diskutiert werden
kann. Anhand von Beispielen aus der Praxis und Filmen lernen wir die
Vor- und Nachteile der tiergestützten Arbeit kennen. Unser Augenmerk
soll auch auf die Anpassungsleistungen, die die Tiere (Hund, Pferd,
Katze) dabei erbringen müssen, gerichtet sein.
Arbeitsschwerpunkte:
- Mensch-Tier-Beziehungen und biologische, psychologische, pädagogische Wirkungen von Tieren auf Menschen
- verhaltenswissenschaftliche Erklärungsmodelle
- Grundsätze der tiergestützten Therapie (pet facilitated therapie), Vorteile und Nachteile des Einsatzes von Tieren
- Vorstellung und Diskussion von Erfahrungen der tiergestützten Arbeit
-
Anforderungen an die eingesetzten Tiere (Hund oder Pferd) und deren
Anpassungsleistungen, Vorstellung eines ausgebildeten Hundes
Cathleen Wenz,
Jg. 63, Promotion auf dem Gebiet der Ethologie (vergleichende
Verhaltensforschung) zum Thema Mensch- Tier- Interaktionen, an der Uni
Leipzig, Institut für Tierzucht; Zusatzstudium Erwachsenenbildung,
Leiterin eines Landesprojektes für Kinder „Grünes Erleben“,
Lehrbeauftragte an der Hochschule Magdeburg- Stendal, SG
Rehabilitationspsychologie und der Ev. Fachhochschule Bochum, SG
Heilpädagogik für Mensch- Tier- Beziehung und tiergestützte Therapie.
Sie arbeitet auch bei der Ausbildung von Therapiebegleithunden im
Hundezentrum Wensing in Ahaus/Wessum mit.
10FS1101
Fr/Sa 26./27.11.10 | Fr 18-22h, Sa 10-18h
13 Ustd | 146/120 €
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