Welt der Gründe – XXII. Deutscher Kongress für Philosophie 11.-15. September 2011 an der LMU München
Der Deutsche Kongress für Philosophie
ist seit über 60 Jahren ein großes Treffen der philosophischen Zunft:
Akademische Philosophinnen und Philosophen sowie interessierte Laien, Anhänger
der kontinentalen Tradition ebenso wie analytisch ausgerichtete Denker,
Professoren und Studierende kommen alle drei Jahre zusammen um zu diskutieren
und sich auszutauschen. Vom 11. bis zum 15. September 2011 wird dies in der
Ludwig-Maximilians-Universität in München unter dem Motto „Welt der Gründe“
geschehen. Denn ein Gutteil der philosophischen Forschung der Gegenwart
beschäftigt sich mit Gründen: Praktischen Gründen etwa in der Ethik und der
Theorie praktischer Rationalität; theoretischen Gründen wie in der Logik,
Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie; dem Verhältnis von Gründen und Emotionen;
der Frage, ob Gründe Ursachen sein können sowie dem neurophysiologischen
Korrelat von Gründen; der Rolle kultureller Kontexte usw. Dies ist das Thema
des Kongresses: Die Welt der Gründe.
Den genannten Fragen soll in den Haupt-
und Abendvorträgen sowie den Kolloquien des Kongresses nachgegangen werden. Für
die morgendlichen Hauptvorträge konnten Robert Pippin, Peter Gärdenfors, Seyla
Benhabib und Lorraine Daston gewonnen werden. Es folgen bis zur Mittagspause
die Kolloquien, in denen renommierte Philosophinnen und Philosophen aus dem In-
und Ausland vortragen werden. Am
Nachmittag wird das Kongressprogramm mit den Sektionen fortgesetzt. Diese sind
erstmals nicht dem Kongressthema
verpflichtet, sondern widmen sich bestimmten Teilgebieten der
Philosophie, wobei das gesamte Spektrum der zeitgenössischen philosophischen
Forschung abgedeckt wird. Die Beiträge für die Sektionen wurden von den
Sektionsleiterinnen und -leitern aus den über 400 Einsendungen für den call for papers ausgewählt. Der
Kongresstag endet mit einem Abendvortrag, den am Montag Susan Neiman, am
Dienstag Franz von Kutschera und am Donnerstag Jürgen Habermas halten werden. Eröffnet
wird der Kongress am Sonntag von seinen Schirmherren, Oberbürgermeister
Christian Ude und Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch, mit einem Empfang im
traditionsreichen Alten Rathaus im Herzen der Stadt. Am Mittwoch ist zudem ein
kultureller Abend im Münchner Literaturhaus geplant, bei dem in Kooperation mit
dem Goethe-Institut erstmalig ein Preis für herausragende philosophische
Nachwuchsforschung verliehen wird.
Die Anwesenheit so vieler Philosophinnen
und Philosophen aus In- und Ausland soll auch für die Bürgerschaft fruchtbar
gemacht werden: Im Rahmen des public understanding-Programms „PhilosophInnen in
der Stadt“ kann mit den Vortragenden des Kongresses in zahlreichen
Institutionen der Stadt – wie in Bürgerhäusern, Museen, Theatern und Schulen –
während der Tagungswoche intensiv diskutiert und gearbeitet werden.
Weitere Informationen zum Kongress
entnehmen Sie bitte der Homepage www.dgphil2011.lmu.de, auf der Sie sich auch
für den Kongress anmelden können.